Bonifatius und Johannes XXIII.

Bonifatius und Johannes XXIII.

Liebe Gemeinde, liebe Schwestern und Brüder!

 

Im Monat Juni denken wir an zwei große Männer der Kirchengeschichte.

Der eine ist der Hl. Bonifatius, der Schutzpatron unserer Gemeinde und Kirche in Eimsbüttel. Sein Fest feiert die Kirche am 5. Juni.

Der andere ist der Hl. Papst Johannes XXIII. Seinen Gedenktag begeht die Kirche zwar erst am 11. Oktober. Aber der 3. Juni ist sein Sterbetag.

Diese beiden heiligen Männer hatten ein sehr vielgestaltiges Leben.

Bonifatius und Johannes XXIII setzen sich sehr für die gleiche Würde aller Menschen ein.

Unterschiede in Macht und Besitz dürfen nicht das Ansehen und die Würde eines Menschen bestimmen, war sozusagen ihr Credo.

Auch wir müssen heute in unserer globalisierten Welt immer wieder deutlich machen, dass die letzte, von Gott bestimmte Würde den Menschen gelassen werden muss und dass die Botschaft des Evangeliums allen Menschen zugesagt ist.

Das Leben des Hl. Bonifatius ist von vielen Rückschlägen geprägt. Er litt sehr darunter, dass er sich oft an den Rand gedrängt fühlte. Trotzdem hat er viel mehr erreicht, als er selbst ahnen und wissen konnte. Heute sprechen viele Historiker davon, dass er das christliche Europa grundgelegt hat, und so zum Vater des heutigen Europas geworden ist.

Auch der Hl. Papst Johannes XXIII hat für die Kirche durch das Zweite Vatikanische Konzil neue Horizonte eröffnet und für ihren Übergang vom 20. zum 21. Jahrhundert Wegweiser gesetzt.

Drei Tage vor seinem Tod bringt er sein Leben noch einmal auf den Punkt. Seine Worte, die er damals im Jahr 1963, den Menschen an seinem Sterbebett sagte, sind für uns heute wie ein Vermächtnis:

„Das Geheimnis meines Amtes ist das Kreuz, das ihr gegenüber von meinem Bett seht. Es ist da, damit ich es in meinem ersten wachen Augenblick und bevor ich einschlafe sehen kann. Es ist auch da, damit ich während der langen Abendstunden mit ihm reden kann. Schaut hin, seht es, wie ich es sehe. Diese offenen Arme sind das Programm meines Pontifikates gewesen: Sie sagen das Christus für alle starb, für alle. Niemand ist ausgeschlossen aus seiner Liebe, seiner Vergebung…“

Ihr Diakon Roland Rybak

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