Gedanken von der Unsterblichkeit der Seele

Liebe Gemeinde, liebe Schwestern und Brüder!

 

Der November ist der Monat, der uns am stärksten mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert. Allerheiligen, Allerseelen, Ewigkeitssonntag, Volkstrauertag – rufen den Tod in Erinnerung und lassen uns so immer wieder neu über das Leben nachdenken.

Den Gedanken von der Unsterblichkeit der Seele gibt es in vielen Kulturen und Religionen.

Wir Christen aber glauben an einen Gott, der die Liebe ist und uns durch Jesus vorgelebt hat, dass er auch Todesangst und qualvolles Sterben kennt. Als Jesus mit 33 Jahren stirbt, stirbt er mit der Frage nach dem Warum. Warum, fragt er den Vater vom Kreuz herab. Und er bekommt keine Antwort, so wenig wie wir.

Aber dieses Kreuz ist ein Kreuz ganz eigener Art. Es zeigt mir das Bild des leidenden Christus. Aber es ist nicht nur das Kreuz vom Karfreitag; es ist auch das Kreuz von Ostern.

Es ist ein Kreuz, das das Leid nicht leugnet, aber überwunden hat. Als Christen haben wir uns unter das Kreuz gestellt und wissen, dass auch unser Leben nicht ohne Leid vorübergeht.

Angst, Krankheit, Schmerzen, Leid und Tod – alles ist Bestandteil des menschlichen Lebens. Die Frage ist nur, wie beziehe ich das Leid in mein Leben ein? In der Situation von Tod, Verlassenheit und Trauer stellt sich auch immer die Frage: Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Und ich denke, besonders wichtig die Frage: Wer geht mit mir?

Liebe Schwestern, liebe Brüder, wir sind dazu geboren, dass wir in unseren Lebensbezügen und Lebensgeflechten leben und uns bewähren und dabei erkennen – alles was ich kann und habe, kann ich nicht aus mir heraus, sondern es ist mir immer schon von Gott geschenkt.

Ihr Diakon Roland Rybak