Von guten Mächten wunderbar geborgen

Von guten Mächten wunderbar geborgen

Liebe Gemeinde, liebe Schwestern, liebe Brüder,

Wir haben Weihnachten und Neujahr gefeiert. Wir stehen wieder am Beginn eines neuen Jahres. Die Frage ist: „Was wird dieses Jahr 2021 für mich, für uns, für die Welt wohl bringen, wie lange werden wir noch mit der Corona-Pandemie zu kämpfen haben und ihre Auswirkungen ertragen müssen“

Aber alle haben wir uns, mit unseren Verwandten und Freunden ein gutes, gesegnetes neues Jahr gewünscht, begleitet mit dem Wunsch nach Gesundheit, Erfolg und Glück.

Unser Blick geht vom Kind in der Krippe zum erwachsenen Jesus. Jesus, das heißt übersetzt: „Gott rettet“ oder „Jahwe hilft.“ Der Name Jesus ist Programm, Verheißung und Zusage in einem. Gerade am Beginn eines neuen Jahres dürfen wir bewusst dieser Zusage trauen.

Karl Rahner, der große Theologe des 20. Jahrhunderts sagt dazu: „Jesus als Eigenname sagt uns, wie dieser „Jahwe“ uns gegenüber sein wollte: der Nahe, der Liebende, der Helfende, der bis zum Ende Getreue. In und an Jesus wissen wir, was wir an Gott haben. Anders nicht. Er ist das Wort des Vaters.“

Jesus sagt uns auch am Anfang des Jahres 2021: „Geh mit mir in diesem neuen Jahr deinen Weg: mit deinen Träumen, Zielen, Sehnsüchten und auch Unsicherheiten und Ängsten. Du bist nicht allein!“ Diese Zusage ist kein billiger Trost oder ein leeres frommes Gerede. Diese Zusage bedeutet Wirklichkeit. Durch zwei Jahrtausende haben es Christen immer wieder in ihrem Leben spüren, erfahren und auch bezeugen dürfen.

Liebe Schwestern, liebe Brüder, ich wünsche Ihnen allen, dass dieses neu begonnene Jahr 2021 ein für Sie gesegnetes Jahr – mit Jesus Christus – werden möge. Wir können die Ereignisse dieses Jahres, die vor uns liegen, nicht voraussehen oder voraussagen. Wir wissen nicht wann die Corona-Pandemie überwunden sein wird. Aber in der Zuversicht, dass Gott uns in Jesus begleitet und führt, dürfen wir das Jahr 2021 mit Zuversicht und Hoffnung beginnen. Dietrich Bonhoeffers Text kann am besten diese Zuversicht und Hoffnung ausdrücken:

„Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen.
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“

Ihr Diakon Roland Rybak

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